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Strassenfeste Hamburg

6. August 2010 Stevie

Straßen werden abgesperrt, Buden aufgebaut, erste Bratwürstchen gebrutzelt und Bands machen die letzten entscheidenden Soundchecks – Straßenfeste in Hamburg sind immer gut besucht und bedürfen daher einer sehr genauen Vorbereitung. Wenn es dann erst einmal losgeht, lebt der entsprechende Stadtteil so richtig auf. Ganze Anwohnerscharen schwärmen aus ihren Wohnungen, aus anderen Bezirken oder von außerhalb gibt es auch eine Menge Zulauf. Plötzlich wird die Osterstraße zur Festmeile, die Eppendorfer Landstraße zu einer Art Jahrmarkt für Familien und Kinder. Jedes Volksfest hat so seinen ganz eigenen Charme und steht für seine eigenen Besonderheiten.

Vom 23. Juli bis 1. August wird auf der Fleetinsel das Duckstein Festival gefeiert. Auf der kleinen Fläche zwischen dem Steigenberger Hotel, der Bleichenbrücke und und der Stadthausbrücke gibt es meist ein internationales Schlemmerangebot sowie Live-Musik aus dem Bereich Jazz, Soul und Pop von einer im Fleet aufgebauten schwimmenden Bühne. Dieses Jahr findet das Fest bereits zum 13. Mal statt, Besucher dürfen sich auf Trapez-Akrobatik, Comedy, Performances, Jonglage und Walk-Acts freuen. Etwa 50 internationale Straßentheater-Künstler werden in diesen zehn Tagen Festival ihr Können auf dem Theaterplatz am Wendehammer/Ecke Admiralitätsstraße oder mobil auf der Fleetinsel beweisen. Veranstaltungszeiten sind montags bis donnerstags von 18 bis 22 Uhr, freitags darf sogar noch eine Stunde länger gefeiert werden. Am Wochenende geht es am Sonnabend bereits um 14 Uhr los, Sonntag dann schon um zwölf. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man entspannt bis Stadthausbrücke oder Rödingsmarkt fahren, von da aus ist es ein Katzensprung auf die Fleetinsel.

Am Wochenende um den 21. August feiert der Stadtteil Uhlenhorst. Hier findet dann im Hofweg und in der Papenhuder Straße, zwischen der Heinrich-Hertz-Straße und Hartwicusstraße Dat Uhlenfest – früher bekannt als Hofwegfest – statt. Es wird eine Kunstmeile, eine Kleinkunstfläche mit internationalem Straßentheater und auch ein bisschen Musik geben. Zudem sollen eine Designverkaufsausstellung und ein eigener Gourmetbereich locken. Gerade für Familien und Kinder ist dieses Event empfehlenswert. Für die Kleinen gibt es ein breit gefächertes Programm auf einer eigenen Kinderbühne, außerdem können sie an einem Malwettbewerb teilnehmen. Das Fest startet an beiden Tagen vormittags um elf, am Sonnabend darf dann bis um 23 Uhr und am Sonntag bis 21 Uhr gefeiert werden. Besucher kommen am besten mit dem Bus, die Linie 6 fährt vom Rathausmarkt aus direkt ins Geschehen.

Auch St. Pauli darf bezüglich der Straßenfeste natürlich nicht fehlen. Am 28. August befindet sich die Gegend um den Hafen un die Landungsbrücken herum für einen Tag lang im Ausnahmezustand – und zwar dann, wenn sich die Hamburger zum Welt-Astra-Tag treffen. Ab 13 Uhr treten auf der Bühne am alten Elbtunnel diverse Bands auf, es gibt Astra Bier en masse und die Bratwurstbuden machen den Reibach des Jahres. Für viele Hanseaten ist das ein guter Grund, um scharenweise an den Veranstaltungsort zu strömen, um sich das kostenlose Open-Air-Festival nicht entgehen zu lassen. Allerdings ist bei dieser Art von Festival auch immer ein bisschen Radau-Gefahr mit dabei. Für Familien und Kinder empfiehlt sich da schon eher eine andere Art von Festival – wie zum Beispiel das Alstervergnügen.

Das vier Tage lange Hamburger Mega-Event, das in diesem Jahr vom 2. bis zum 5. September jeweils von zehn bis 24 Uhr gefeiert wird, ist in Norddeutschland ein echtes Highlight, das mittlerweile sogar Besucher aus der ganzen Welt anlockt. Rund um die Binnenalster reiht sich dann eine Bude an der anderen, von jeder Straßenecke gibt es Beschallung. Das Musikprogramm ist bunt gemischt – von einer Oldie-Bühne bis hin zu Rock-und Pop-Konzerten sowie einer legendären Partyplattform ist hier immer alles dabei. Zudem erwartet die Festivalgänger ein Schachtunier, Hubschrauberrundflüge, Fallschirmspringer, eine so genannte Mondnacht oder Feuerwerke. Kurz gesagt – hier wird wohl jeder in irgendeiner Weise auf seine Kosten kommen. Und auch das kulinarische Angebot lässt wieder auf reichlich Abwechslung hoffen. Auf dem Alstervergnügen kann man aus so ziemlich jedem Land Köstlichkeiten probieren – es empfiehlt sich also, mit einem möglichst leeren Magen auf die Festivalmeile zu gehen. Auch der HVV stellt sich für diese speziellen Tage mit einem Sonderfahrplan auf die erwarteten Menschenmassen ein. Die U-Bahnen fahren öfter und länger und zum Teil werden auch mehr Busse eingesetzt.

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