Ein Tag in Düsseldorf
Düseldorf. 9.30 Uhr: der Wecker reißt mich aus dem Tiefschlaf. Nun heißt es aber schnell raus aus den Federn und ab an die frische Luft. Nach dem gestrigen Abend im Q-Stall, meiner Lieblings-Disco-Kneipe, muss ich jetzt erstmal wieder auf Touren kommen, denn ich bin bereits um 10 Uhr zum Frühstück verabredet. Aber noch mal kurz zurück zum Q-Stall: das ist DER Treff für Rock’n’Roll-Liebhaber. Der Q-Stall ist eine Mischung aus Kneipe und Disco und lädt jeden Freitag und Samstag zum Tanzen und Bier trinken ein – das ganz ohne Eintritt.
Doch nun ist Samstag (der erste des Monats wohlbemerkt), d.h. für mich frühstücken mit meinen besten Freunden im Bistro „Zicke“. Ein großes Frühstück für Zwei gibt es schon für 14,40 € und das ist fast gar nicht zu schaffen. Doch auch für den kleinen Appetit, nach einer durchzechten Partynacht, gibt es etwas. Dazu trinke ich dann super gerne einen Kakao mit Milch UND Sahne. Mmmmhhhhh.
Gestärkt und hochmotiviert ziehen wir weiter. Unsere Füße tragen uns die Rheinuferpromenade entlang. Der Medienhafen zur Rechten und Oberkassel zur Linken, so eine wunderschöne Sicht auf den Rhein lässt uns für ein paar Minuten auf einer Bank versacken. Wir fangen ein paar Sonnenstrahlen ein und weiter geht’s zu der Eisdiele mit dem höchsten Suchtfaktor. Vor dem „Eis-Cafe Pia“ in der Kasernenstraße 1 bildet sich auch heute wieder eine endlose Schlange. Doch die Wartezeit vergeht wie im Flug und bei der Auswahl an Sorten, der Größe der Kugeln und Garantie für ein unvergessliches Geschmackserlebnis lohnt sich das Anstehen allemal. Ich entscheide für eine Kugel Mango. Das fruchtige Eis hat sogar noch kleine Stückchen drin und zergeht mir sofort auf der Zunge.
Nun hat jeder sein Eis und weiter geht die Reise. Denn für heute haben wir uns etwas ganz besonderes vorgenommen, nämlich einen Besuch im, bei allen Düsseldorfern sehr beliebten, Volksgarten. An schönen Tagen verbringe ich die meiste meiner Zeit hier. Der Volksgarten war 1987 der Haupteingang zum BuGa-Gelände (Bundesgartenschau) und noch heute sind kleine Überbleibsel der Ausstellung von 1987 im Park zu sehen. Neben verschiedenen Themengärten gibt es auch zahlreiche „Attraktionen“ wie den Streichelzoo, den Wasserspielplatz und das Heckenlabyrinth – genau die Richtige, wenn ich mal wieder einen Nachmittag lang auf meine kleine Schwester aufpasse. Mein Lieblingsplatz im ganzen Park ist allerdings das Zeitfeld. Der Künstler Klaus Rinke hat auf diesem Areal direkt am Eingang des Parks 24 Uhren aufgestellt, die alle die gleiche Zeit anzeigen. So verpasse ich unter keinen Umständen meine nächste Verabredung – das Treffen mit meinem besten Freund Max.
Max und ich gehen oft in den Rheinpark Golzheim (zwischen Cecilienallee und Robert-Lehr-Ufer). Bis die Sonne untergeht sitzen wir am Ufer und quatschen über Gott und die Welt, bis er dann irgendwann sagt: „Ich mööt´en Bier han.“ Das ist für uns das Stichwort weiter zu ziehen. Vom Rheinpark Golzheim ist es ein Katzensprung zur Ratinger und Kurze Straße. Unsere Lieblingsbar ist die Melody Bar. Die Bar ist das Mekka der Altstadt. Doch das berühmte Altbier sucht man hier vergeblich, stattdessen hat man die Qual der Wahl zwischen unzähligen leckeren Cocktails und den vielen Markenbieren.
Hier lassen wir entspannt den Abend ausklingen und irgendwann…manchmal sogar erst bei Morjejraue…machen wir uns dann auf den Heimweg.






