Ein Spaziergang in München
Nachdem wir das Frühstück ohne Fettnäpfchen überstanden haben, schlendern wir gemütlich in die Frauenkirche. Der Dom zu Unserer Lieben Frau, oder wie er auch genannt wird „die Frauenkirche“, bietet nämlich eine kuriose Besonderheit: den „Teufelstritt“. Direkt im Eingang der Kirche findet sich ein sehr großer Fußabdruck mit einem Sporn an der Ferse. Um diesen Fußabdruck ranken sich – wie könnte es anders sein – diverse Sagen. Laut einer soll der Baumeister einen Pakt mit dem Teufel geschlossen haben, damit dieser ihm helfe die Kirche zu bauen. Als Gegenleistung verlangte der Teufel den Bau einer Kirche ohne Fenster.
Als die Kirche stand und der Teufel sich von der Hässlichkeit der Kirche überzeugen wollte, betrat er den Eingang der Kirche. Von seinem Standort konnte er keine Fenster sehen, da diese von den Seitenpfeilern verdeckt waren. Als der Teufel jedoch merkte, dass er hinter‘s Licht geführt worden war, stampfte er wütend mit dem Fuß auf und verschwand. Dabei hinterließ er nicht nur seinen Fußabdruck, sondern auch den „Teufelswind“, der immer eisig über den Vorplatz der Kirche fegt.
Da man von April bis Oktober auf den Südturm der Kirche steigen kann und einen herrlichen Blick über die Stadt genießen kann, nehmen wir auch noch das Kraxeln in Kauf. Das Wetter ist einfach nur genial und so können wir nicht nur die komplette Stadt, sondern auch in der Ferne die Alpen bewundern. Ein wirklich malerischer Ausblick
Zu Fuß geht’s erst in Richtung Marienplatz, wo wir uns um Punkt 12 Uhr das berühmte Glockenspiel anschauen und vor allem anhören. Gemächlichen Schrittes geht’s von hier aus über den Odeonsplatz Richtung Universität und dann nicht direkt in den Englischen Garten, sondern über die Schellingstraße ins Studentenviertel. Hier gibt es auf der Türkenstraße nicht nur die besten Kneipen und Cocktail-Bars, sondern auch einen kleinen Eisstand, der es zum Geheimtipp gebracht hat: das Balla Beni in der Theresienstraße 46.
Täglich zehn verschiedene Sorten und mein Bruder stürzt sich ausgerechnet auf Schokolade-Ingwer. Klingt komisch, aber das coolste am Balla Beni ist, dass man alle Sorten vorab probieren kann. Ein Fehlkauf ist nahezu unmöglich und das Eis schmeckt hier einfach göttlich!
Ich entscheide mich nach langem Hin und Her für Mango und treibe als unerbittlicher Fremdenführer meine beiden Begleiter über die Veterinärstraße in den Englischen Garten und direkt zum Chinesischen Turm.
Hier endet unsere Tour allerdings etwas früher als geplant. Der Biergarten am Chinesischen Turm ist einfach zu gemütlich und nach dem zweiten Radler-Maß sind wir so sehr ins Beobachten unserer Mitmenschen vertieft, dass wir bis zum frühen Abend auf unserem Plätzchen verweilen.






