Atemzüge eines Sommertags in Wien
Letzte Woche bekam ich wieder einmal einen “Rappel“, Großstadtluft zu atmen. Ich wohne in Niederösterreich, vor den Toren von Wien. Also setzte ich mich in mein kleines Auto und fuhr gemächlich nach Wien. Aus Niederösterreich komme ich in die Metropole Wien.
Als ich schon ganz nah am Prater bin, sehe ich das große Riesenrad . Die Gondeln des Riesenrads sind geschmückt, die Leute sind in Festtagslaune und es geht lustig zu. Ich komme zu einer Brücke, die über die Donau führt. Mein Blick nach rechts sagt mir, wo ich mich befinde, nämlich genau über der Donauinsel. Hier kann man im Sommer nach Herzenslust baden, Wasserski fahren oder nur in der Sonne liegen. Nach dem Sonnenbad gibt es viele tolle Lokale auf der “Sunken City“. Es wird gechilled und geflirtet was das Zeug hält.
Endlich bin ich in der Innenstadt. Mein Handy läutet und meine Freundin aus Wien ist dran: „ Hey oide Hitten, was is mit dir“? „ Gemma heute auf a Wiener mit Pommes“, werde ich gefragt. „Na eh kloar Klane“, antworte ich spontan. Wir verabreden uns am Naschmarkt, das ist der größte Markt inmitten von Wien. Hier bekommt man wirklich alles, was man sich nur wünschen kann. Obst, Gemüse, Fleisch, exotische Dinge, Blumen, Wurst und Käse. Am Samstag gibt es auch hier den größten Flohmarkt von Österreich. Es ist immer recht aufregend, hier durchzugehen und nach alten Dingen zu suchen. Am besten erreicht man den Naschmarkt entweder vom Ring, auch Wiener Ringstraße genannt, welche rund um das Stadtzentrum führt oder auch vom Gürtel aus, welcher rund um die Wiener Innenbezirke führt.
Wenn man an der Ringstraße entlangfährt, kann man die ganzen Sehenswürdigkeiten von Wien bewundern. Hier befinden sich das Naturhistorische Museum, die Statue von Maria Theresia, dannach das Parlament, das Rathaus und gegenüber das Burgtheater. Fährt man weiter kommt man zur Uni und dann zur Börse. Nach einigen hundert Metern am Ring überquert man dann den Schwedenplatz. Von da aus würde man über die Rotenturmstraße direkt zum Stephansdom und zur Kärntnerstraße gelangen. In der Kärntnerstraße befindet sich das berühmte Hotel Sacher mit seiner noch viel berühmteren Sachertorte. Herr Sacher hat diese Torte 1876 erfunden und hält das Originalrezept ist bis heute geheim.
Und jetzt weiß ich genau, wie mein kurzer Wien-Besuch optimal weitergeht: Ein richtig gutes österreichisches Mittagessen (nein, kein Schnitzel) mitten im Stadtpark, im Restaurant Steirereck und später zum Abschluss einen Wiener Melange und ein Stück Sachertorte, natürlich im Sacher. Das ist beides nicht ganz billig, aber „Vornehm geht die Welt zu Grunde“ – und wo hat das mehr Tradition als in der Hauptstadt der kaiserlich-königlichen Monarchie?






