Anleitung zum Weisswurstessen
Ein Tag in München beginnt traditionell natürlich mit einem Weißwurst-Frühstück im Augustiner. Der „Augustiner am Dom“ – direkt am Fuße der Frauenkirche – ist dafür genau die richtige Adresse. Schnell haben wir ein gemütliches Plätzchen im überdachten Biergarten gefunden und bestellen Weißwürste, Brez‘n und ein Weizen vom Fass. Schmunzelnd seh’ ich, dass unsere Tischnachbarn gerade ins erste Fettnäpfchen getreten sind, als sie die Kellnerin um Ketchup zur Weißwurst bitten. Um es gleich klarzustellen, ein „traditionelles“ Weißwurst-Frühstück unterliegt gewissen Regeln und wer sich nicht gleich als Tourist zu erkennen geben will, sollte sie zumindest mal gehört haben:
Weißwurst gibt es traditionell nur bis zum ersten Klang des Mittagsläutens, aber mittlerweile gibt es Weißwurst in einigen Lokalen sogar ganztägig.
Bestellt werden Weißwürstl (in ungerader Anzahl), Brez‘n, süßer Senf und natürlich gezapftes
Weißbier.
Die Wurstpelle wird nicht mitgegessen. – Es gibt
drei Möglichkeiten: Entweder wird „gezuzelt“ (dabei wird die Wurst mehr oder weniger aus der Pelle gelutscht) oder die Wurst wird der Länge nach halbiert, wobei die Pelle auf der Unterseite intakt bleiben muss und die Wurst selbst vorsichtig mit dem Besteck abgelöst wird, oder aber man schneidet die Wurst längs auf und zieht die Pelle als Ganzes ab.






