20 Jahre friedliche Revolution
Vor 20 Jahren, im September 89, ging es in Leipzig los. Die Leipziger gingen auf die Straße, immer montags und immer mehr. Am Anfang ging es vor allem um Reisefreiheit, dann läuteten die Rufe „Stasi raus“ und „Wir sind das Volk“ das Ende der DDR ein.
Auf den ersten Blick wirkt das Programm „Erinnern und Feiern…“ wie eine kirchliche Veranstaltung, mit Weihe der Friedensglocke, Friedensgebet und einer Prozession mit 21 Stationen entlang der historischen Demonstrationsstrecke. Man staunt über so viel christlichen Geist in der sonst nicht besonders religiösen DDR, aber so ging es tatsächlich los, mit den Demonstrationen jeweils montags, nach dem Friedensgebet in der Nikolaikirche. Heute wissen wir, dass alles gut ausging, aber im Oktober 89 war das gar nicht so klar. Die Angst war groß und durchaus berechtigt, dass die friedlichen Demonstrationen ein blutiges Ende nehmen könnten, wie andernorts. Am 4. Juni 89 endeten die friedlichen Demonstrationen in Peking in einem Massaker auf dem „Platz des himmlischen Friedens“ mit insgesamt ca. 3.000 Toten.
Die zentrale Gedenkfeier ist das Lichterfest am 9. Oktober 2009. Rund 20 Künstler zeigen, was Ihnen zu den Themen Freiheit, Demokratie, Gewaltlosigkeit und bürgerliches Engagement einfällt. Dabei sollen gerade die, die es nicht miterlebt haben, erfahren, wie es war und warum wir Deutschen heute so stolz sind auf die erste erfolgreiche und zugleich unblutige Revolution in Deutschland.






